“Man darf sie keine Sekunde aus den Augen lassen”

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“Man darf sie keine Sekunde aus den Augen lassen”


November 7, 2022




von J. Schuetz

Schon im ersten Spiel der EHF EURO 2022 gegen Polen wurde das DHB Team von der ersten bis zur letzen Minute gefordert.  Am Ende stand ein muehsam erspielter 25:23 Sieg.

Im Interview spricht Johanna Stockschlaeder ueber die kaempferische Qualitaet ihrer Mannschaft, die naechste Aufgabe gegen Montenegro (Anwurf 18:00 h., Montag 7.11.) und die Herausforderung gegen Jovanka Radicevic zu spielen.

Im Eroeffnungsspiel der Gruppe D, gegen den Nachbarn aus Polen, konnte Deutschland mit einer kaemfperischen Einstellung ueberzeugen und am Ende beide Punkte verbuchen. Die Linksaussenspielerin vom Thueringer HC will auf diesen Charakterzug ihrer Mannschaft aufbauen.

“Es war ein sehr schweres Spiel gegen Polen. In der Halbzeit hatten wir uns vorgenommen mehr Tempo zu spielen und ich denke, dass wir selbiges auch streckenweise ganz gut umsetzen konnten. Nicht desto trotz war es ein sehr, sehr anstrengendes Spiel, aber wir konnten zeigen das wir ein Team sind – das wir zurueck kaempfen koennen. Eine Eigenschaft, die ich fuer sehr wichtig halte, denn es wird noch oefter vorkommen, dass wir knappe Spiele haben werden. Deswegen bin ich froh, dass wir diese Partie am Ende fuer uns drehen konnten.”

Die enge Taktung und Qualitaet der Spiele einer Europameisterschaft stellen die Handballerinnen nicht nur physisch sondern auch emotional vor Herausforderungen. Wie lange dauert es nach einem Spiel bis man psychisch wieder “runter kommt”?

“Auch ich habe echt lange gebraucht einzuschlafen, weil es auch fuer den Kopf ein anstrengendes Spiel war. Ich habe bestimmt noch zwei Stunden im Zimmer rumgelegen und erst dann realisiert man so langsam, dass man das Spiel gewonnen und die Punkte mitgenommen hat.   Aber es hat gedauert – ja.”

Die anstehende Partie gegen Montenegro, den Mitausrichter der EHF EURO 2022 in Slowenien, Montenegro und Nordmazedonien, wird ein vorlaeufiger Hoehepunkt fuer das deutsche Team.  Die aufgeheizte Atmosphaere im Sportski Centar Moraca, wird die Mannschaft in allen Belangen fordern.  Wie bereitet sich Johanna Stocksclaeder auf das richtungsweisende Spiel gegen die Heimmannschaft vor?

“Zu einem gewissen Grad haben wir diese Situation ja schon in Spanien (IHF Weltmeisterschaft 2019) erlebt, im entscheidenden Spiel gegen die Gastgeberinnen.  Auch dort stand die Halle hinter einer Mannschaft – Spanien.

“Man kann es aber auch anders aufnehmen – man nimmt diese Stimmung mit und versucht sich selbst zu “pushen”. Es wird einfach schoen sein, nochmal vor vielen Zuschauern zu spielen.

“Natuerlich wird die Halle gegen uns sein. Aber wir sollten uns davon nicht beeindrucken lassen, sondern zeigen, wie es anders geht.”

Montenegro tritt mit einer Mischung aus jungen und sehr erfahrenen Spielerinnen (z.B. Milena Raicevic, Jovanka Radicevic, Durdina Jaukovic) an.  Gibt es eine Spielerin auf die Johanna Stockschlaeder ein besonderes Augenmerk legen wird?

“Montenegro hat schon wirklich starke Einzelspielerinnen. Jovanka Radicevic (Mannschaftskapitaenin / Rechtsaussen) kenne ich natuerlich aus der Champions League. Das ist eine Spielerin die wirklich abgezockt ist und die ihr Ding macht.

“Man muss sie staendig im Blickfeld haben und sehen was sie tut.  Das wird eine harte Aufgabe speziell fuer mich, weil sie meine direkte Gegenspielerin sein wird.  Ich darf sie keine Sekunde aus den Augen lassen.”

 

 

 

 

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